WAS WIR TUN

Aktuell engagieren wir uns insbesondere mit zwei langfristig ausgerichteten Initiativen für den Klimaschutz und die Förderung der Bodenfruchtbarkeit .
2022 starten wir zudem unsere Initiative “Nutzen & Schützen”, mit der wir uns für den Schutz der Biodiversität in der Landwirtschaft einsetzen.

Darüber hinaus sind wir stetig auf der Suche nach Förder- und Kooperationspartner:innen, die gemeinsam mit uns wirkungsvolle Initiativen entwickeln und auf den Weg bringen möchten.

BODEN.BILDUNG
BODEN.KLIMA
NUTZEN & SCHÜTZEN

BODEN.BILDUNG – Die Weiterbildungsoffensive

Darum geht es

Der Boden unter unseren Füßen – als Grundlage der Lebensmittel-produktion trägt er uns im wahrsten Sinne des Wortes. Insbesondere der Humus, die besonders fruchtbare Oberschicht, versorgt Pflanzen mit Nährstoffen, speichert und filtert Wasser, ist Hort der Artenvielfalt und kann CO2 aus der Atmosphäre binden. In Folge der intensiven Landnutzung der letzten Jahrzehnte sind fruchtbare, humusreiche Böden jedoch stark gefährdet. Zugleich wächst das Wissen um die Bedeutung der Bodenfunktionen für Mensch und Natur.

Mit BODEN.BILDUNG begeistern wir Landwirt:innen und Berater:innen für den Schutz der Böden, geben aktuelles Wissen aus der Forschung weiter und vermitteln praxisnahe Methoden, mit denen die Teilnehmer:innen der Weiterbildungen selbständig individuelle Strategien zur Förderung der Bodenfruchtbarkeit ergreifen können.

Unser Engagement

Die Bioland Stiftung bietet seit 2020 bundesweit die einjährige Weiterbildung „Bodenpraktiker“ an. Das Kursangebot ist bei ökologischen und konventionellen Landwirt:innen in Süddeutschland und Österreich bereits etabliert und wurde ursprünglich u.a. von der Bio Forschung Austria initiiert. Wir entwickeln das Weiterbildungskonzept inhaltlich und didaktisch weiter und ergänzen Angebote zum Thema Klimaschutz und Biodiversität sowie digitale Lern-Formate. Mit BODEN.BILDUNG richtet wir uns gezielt an ökologische und konventionelle Praktiker:innen und landwirtschaftliche Berater:innen.

Unser Ziel ist es …

Landwirt:innen dabei zu unterstützen, selbstständig Strategien für die Steigerung der Fruchtbarkeit ihrer Böden zu entwickeln.

den Bodenpraktiker bundesweit, möglichst vielen Praktiker:innen anzubieten.

die fachliche und methodische Qualität der Weiterbildung zu sichern und weiterzuentwickeln.

wissenschaftliche Erkenntnisse und Erfahrungswissen von Praktiker:innen zu verbinden und unterschiedlichen Perspektiven einzubeziehen.

die Teilnehmer:innen zu motivieren, ihr Wissen und ihre Begeisterung an Kolleg:innen weiterzugeben.

AKTUELLES

Hören Sie den Humus-Podcast mit Michaela Braun

Michaela Braun, Boden-Expertin und Leiterin unserer Initiative Boden.Bildung berichtet im Podcast der IG Boden e.V. anschaulich von der Bedeutung fruchtbarer Böden und der Weiterbildung “Bodenpraktiker”.

Der Bodenpraktiker in Ihrer Region

Wir bieten den Bodenpraktiker bundesweit und stets in Kooperation mit lokalen Veranstaltern an. Dies können Verbände, Organisationen, öffentliche Einrichtungen oder Unternehmen sein. Sie profitieren von einer professionellen Organisation und Begleitung, dem bewährten Konzept des Bodenpraktikers und unserem Netzwerk an hochkarätigen Referent:innen.

Termine und Teilnahme am Bodenpraktiker

Termine und Infos zur Teilnahme finden Sie hier.

Weitere Informatione unter
 www.bodenbildung.org

Für Fragen rund um BODEN.BILDUNG und zur Organisation des Bodenpraktikers wenden Sie sich gerne an Michaela Braun (Leitung BODEN.BILDUNG).

BODEN.KLIMA – Landwirtschaft und Klimaschutz verbinden

Darum geht es

Tierhaltung, Dünge- und Pflanzenschutzmittel, Kraftstoffverbrauch: Die Landwirtschaft ist als Treiber des Klimawandels in Verruf gekommen. Zugleich tragen Landwirt:innen, zum Beispiel mit dem Aufbau humusreicher Böden, aktiv dazu bei den Klimawandel zu bekämpfen.
Die Anreicherung von Kohlenstoff in Form von Humus vermeidet nicht nur Emissionen, sondern kann diese sogar rückbinden. Humusreiche Böden erhöhen zugleich die Resilienz der Landwirtschaft gegenüber den Folgen des Klimawandels. Sie wirken sich positiv auf die Biodiversität im Boden, die Wasserspeicherkapazität und damit den Grund- und Hochwasserschutz sowie auf die Ertragsstabilität aus. Zusammen mit anderen Maßnahmen zur Einsparung von Emissionen – vom Stall bis zum Kraftstofftank, wird die Landwirtschaft damit zum echten Klimaproblemlöser. Damit diese Option auch systematisch genutzt wird, bedarf es einer angemessenen Honorierung der Klimaschutzleistung von Landwirt:innen. Dies ist zugleich eine Chance für Unternehmen, die nicht vermeidbare Emissionen regional, nachvollziehbar und effektiv kompensieren wollen.

Unser Engagement

Die Bioland Stiftung entwickelt und erprobt mit Expert:innen und Kooperationspartnern aus Praxis, Beratung und Forschung ein Konzept zur klimafreundlichen Entwicklung landwirtschaftlicher Betriebe. Kernelemente sind dabei die

  • Entwicklung eines Tools zur regional angepassten, gesamtbetrieblichen Klima- und Humusbilanzierung
  • Erstellung eines Beratungs- und Weiterbildungskonzeptes, mit dem Landwirt:innen unterstützt werden, eine individuelle Strategie zur klimafreundlichen Ausrichtung ihres Betriebes zu entwickeln und umzusetzen
  • Konzeption und kritischen Prüfung eines Systems, mit dem Betriebe für freiwillige landwirtschaftliche Klimaschutzleistungen honoriert werden und Unternehmen sich wirkungsvoll für regionalen Klimaschutz einsetzen können

Im Rahmen der Pilotphase von 2020 bis 2023 kooperieren wir mit landwirtschaftlichen Betrieben, Unternehmen der Lebensmittelverarbeitung sowie einer städtischen Kommune, um das System zu erproben und zu optimieren. Parallel dazu wollen wir das Angebot von BODEN.KLIMA für weitere Partner öffnen und verstetigen.

Unser Ziel ist es, langfristig wirksame Veränderungen hinsichtlich Boden- und Klimaschutz  initiieren, und im Falle der Etablierung eines “Honorierungs- und Kompensations-Angebotes”, ein für alle Beteiligten faires, regional verankertes und wissenschaftlich fundiertes System zu ermöglichen.

Unser Ziel ist es …

Betriebe durch Weiterbildung und Beratung zu unterstützen, klimafreundlicher zu wirtschaften.

Werkzeuge zu entwickeln, mit denen die Leistungen von Landwirt:innen für das Gemeingut Klima honoriert werden.

die gesamte Klimabilanz eines Betriebes in den Blick zu nehmen. Neben dem Aufbau von Humus zur CO2-Speicherung setzen wir auf zusätzliche Maßnahmen zur Reduktion von Emissionen.

Bei Interesse an unserem Projekt BODEN.KLIMA wenden Sie sich gerne an Johanna Zellfelder.

NUTZEN UND SCHÜTZEN – Moderne Landwirtschaft und Biodiversität verbinden

Darum geht es

Die Landwirtschaft prägt seit Jahrhunderten unsere Kulturlandschaft und ist seither an der Entstehung der Landschafts- und Artenvielfalt beteiligt. Insbesondere der Beginn der agrarischen Intensivierung in den 50er Jahren und das Verschwinden extensiv genutzter Agrarökosysteme, führte jedoch zu einem signifikanten Rückgang der Vielfalt an Kultur- und Wildarten. Ein Drittel aller Ackerwildkräuter steht heute auf der Roten-Liste der gefährdeten Pflanzenarten. Auch bei typischen Vogelarten und Insekten ist die Situation dramatisch. Die Verantwortung hierfür ist keinesfalls allein bei den Landwirt:innen zu suchen, die sich in der Art ihrer Bewirtschaftung an wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen orientieren und aufgrund niedriger Lebensmittelpreise häufig über einen begrenzten Handlungsspielraum verfügen.

Erfahrungen aus der Beratung zeigen zugleich, dass der Wissensstand zur Relevanz der Biodiversität und den praktischen Möglichkeiten des Artenschutzes, in vielen landwirtschaftlichen Betrieben niedrig und nicht mehr aktuell ist. Auch Optionen und Ansatzpunkte, wie moderne Landwirtschaft und Artenschutz kombiniert werden können, sind kaum bekannt. Dabei ist die Landwirtschaft selbst negativ vom Artenschwund betroffen. Beispiele sind die zurückgehende Leistung von Blütenbestäubern, das Fehlen natürlicher Gegenspieler in der Schädlingsbekämpfung oder der Rückgang von Organismen, die zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit beitragen.

Unser Engagement

Um die Artenvielfalt wieder in unsere Kulturlandschaft zurückzuholen und die Resilienz der Ökosysteme zu stärken, starten wir 2022  eine umfassende und dauerhaft angelegte Weiterbildungs- und Förderinitiative. Wir sind überzeugt, dass der massive Rückgang der Biodiversität gestoppt werden kann, wenn in der alltäglichen landwirtschaftlichen Praxis Raum für Vielfalt geschaffen und zugleich betriebswirtschaftliche Interessen berücksichtigt werden. Dem Prinzip „Naturschutz durch Nutzung“ folgend, umfasst das geplante Angebot praxisnahe und bundesweit angebotene Weiterbildungen für landwirtschaftliche Berufsgruppen sowie einen Förderfonds für die Umsetzung langfristig wirksamer Maßnahmen auf den Höfen. Mit der Ausbildung von „Biodiversitäts-Multiplikator:innen“ unterstützen wir engagierte Landwirtinnen und Landwirte, Berufskolleg:innen dafür zu begeistern, die natürliche Vielfalt auf ihren Betrieben zu stärken.

Unser Ziel ist es …

Artenvielfalt in die täglichen landwirtschaftlichen Praxis zu integrieren.

praxisnahes Wissen zu vermitteln, damit Landwirt:innen und Berater:innen selbstständig individuelle Strategien entwickeln können.

Landwirt:innen zu unterstützen, ihr Wissen und ihre Begeisterung für die Artenvielfalt als Multiplikatoren an Berufskolleg:innen zu vermitteln.

innovative und langfristig wirksame Naturschutz-Maßnahmen auf Betrieben zu fördern.

Bei Interesse an “Nutzen & Schützen” wenden Sie sich gerne an Johanna Zellfelder.