WAS WIR TUN

Aktuell engagieren wir uns insbesondere mit unseren zwei langfristig ausgerichteten Initiativen für den Klimaschutz und die Förderung der Bodenfruchtbarkeit . Für 2021 planen wir den Start eines weiteren Projektes zur Stärkung der Artenvielfalt in der Landwirtschaft.

Darüber hinaus sind wir stetig auf der Suche nach Förder- und Kooperationspartner*innen, die gemeinsam mit uns wirkungsvolle Initiativen entwickeln und auf den Weg bringen möchten.

Boden.Bildung
Boden.Klima
Biodiversität

BODEN.BILDUNG – Die Weiterbildungsoffensive

Darum geht es

Der Boden unter unseren Füßen – als Grundlage der Lebensmittel-produktion trägt er uns im wahrsten Sinne des Wortes. Insbesondere der Humus, die besonders fruchtbare Oberschicht, versorgt Pflanzen mit Nährstoffen, speichert und filtert Wasser, ist Hort der Artenvielfalt und kann CO2 aus der Atmosphäre binden. In Folge der intensiven Landnutzung der letzten Jahrzehnte sind fruchtbare, humusreiche Böden jedoch stark gefährdet. Zugleich wächst das Wissen um die Bedeutung der Bodenfunktionen für Mensch und Natur.

Mit Boden.Bildung begeistern wir Landwirt*innen und Berater*innen für den Schutz der Böden, geben aktuelles Wissen aus der Forschung weiter und vermitteln praxisnahe Methoden, mit denen die Teilnehmer*innen der Weiterbildung selbständig individuelle Strategien zur Förderung der Bodenfruchtbarkeit ergreifen können.

Unser Engagement

Die Bioland Stiftung bietet seit 2020 bundesweit die einjährige Weiterbildung „Bodenpraktiker“ an. Das Kursangebot ist bei ökologischen und konventionellen Landwirt*innen in Süddeutschland und Österreich bereits etabliert und wurde ursprünglich u.a. von der Bio Forschung Austria initiiert. Wir entwickeln das Weiterbildungskonzept inhaltlich und didaktisch weiter und ergänzen Angebote zum Thema Klimaschutz und Biodiversität sowie digitale Lern-Formate. Mit Boden.Bildung richtet wir uns gezielt an ökologische und konventionelle Praktiker*innen und landwirtschaftliche Berater*innen.

Unser Ziel ist es …

Landwirt*innen dabei zu unterstützen, selbstständig Strategien für die Steigerung der Fruchtbarkeit ihrer Böden zu entwickeln.

den Bodenpraktiker bundesweit, möglichst viele Landwirt*innen und  Berater*innen anzubieten

die fachliche und methodische Qualität der Weiterbildung zu sichern und weiterzuentwickeln.

wissenschaftliche Erkenntnisse und Erfahrungswissen von Praktiker*innen zu verbinden und unterschiedlichen Perspektiven einzubeziehen.

die Absolvent*innen zu motivieren, ihr Wissen und ihre Begeisterung an Kolleg*innen weiterzugeben.

AKTUELLES

Der Bodenpraktiker in Ihrer Region

Wir bieten den Bodenpraktiker bundesweit und stets in Kooperation mit lokalen Veranstaltern an. Dies können Verbände, Organisationen, öffentliche Einrichtungen oder Unternehmen sein. Sie profitieren von einer professionellen Organisation und Begleitung, dem bewährten Konzept des Bodenpraktikers und unserem umfassenden Pool an Referent*innen. Bei Interesse steht Ihnen Michaela Braun (Leitung Boden.Bildung) für weitere Informationen gerne zur Verfügung.

Termine und Teilnahme am Bodenpraktiker

Termine aktuell angebotener Bodenpraktiker-Kurse finden Sie derzeit noch auf der Website www.bodenpraktiker.de.
Zukünftig finden Sie alle Informationen auf der Website unserer Initiative www.bodenbildung.org (in Arbeit).

Für Fragen rund um Boden.Bildung und zur Organisation des Bodenpraktikers wenden Sie sich gerne an Michaela Braun (Leitung Boden.Bildung).

Michaela Braun Bioland Stiftung

Michaela Braun

Leitung Boden.Bildung

E-Mail: michaela.braun@bioland.de

Tel.: 08781 / 203 98 49

BODEN.KLIMA – Landwirtschaft und Klimaschutz verbinden

Darum geht es

Tierhaltung, Dünge- und Pflanzenschutzmittel, Kraftstoffverbrauch: Die Landwirtschaft ist als Treiber des Klimawandels in Verruf gekommen. Zugleich tragen Landwirt*innen, zum Beispiel mit dem Aufbau humusreicher Böden, aktiv dazu bei den Klimawandel zu bekämpfen.
Die Anreicherung von Kohlenstoff in Form von Humus vermeidet nicht nur Emissionen, sondern kann diese sogar rückbinden. Humusreiche Böden erhöhen zugleich die Resilienz der Landwirtschaft gegenüber den Folgen des Klimawandels. Sie wirken sich positiv auf die Biodiversität im Boden, die Wasserspeicherkapazität und damit den Grund- und Hochwasserschutz sowie auf die Ertragsstabilität aus. Zusammen mit anderen Maßnahmen zur Einsparung von Emissionen, wird die Landwirtschaft damit zum echten Klimaproblemlöser. Damit diese Option auch systematisch genutzt wird, bedarf es einer angemessenen Honorierung der Klimaschutzleistung von Landwirt*innen. Dies ist zugleich eine Chance für Unternehmen, die nicht vermeidbare Emissionen regional, nachvollziehbar und effektiv kompensieren wollen.

Unser Engagement

Die Bioland Stiftung entwickelt mit Expert*innen und Kooperationspartnern aus Praxis, Beratung und Forschung ein System zur Honorierung von Klimaschutzleistungen auf landwirtschaftlichen Betrieben. Kernelemente sind dabei „Klimazertifikate“, die von Landwirt*innen ausgegeben und von Unternehmen gekauft werden können. Über den Kaufpreis werden in der Landwirtschaft Maßnahmen zur CO2-Speicherung, zur Reduktion von Emissionen sowie die Beratung für eine klimafreundliche Betriebsentwicklung finanziert. Im Rahmen der Pilotphase von 2020 bis 2022 kooperieren wir mit landwirtschaftlichen Betrieben, Unternehmen der Lebensmittelverarbeitung sowie einer städtischen Kommune, um das System zu erproben und zu optimieren. Parallel dazu wollen wir das Angebot von Boden.Klima für weitere Partner öffnen und verstetigen.

Unser Ziel ist es …

Werkzeuge zu entwickeln, mit denen die Leistungen von Landwirt*innen für das Gemeingut Klima honoriert werden können.

Werkzeuge zu entwickeln, mit denen die Leistungen von Landwirt*innen für das Gemeingut Klima honoriert werden können.

die gesamte Klimabilanz eines Betriebes in den Blick zu nehmen. Neben dem Aufbau von Humus zur CO2-Speicherung setzen wir auf zusätzliche Maßnahmen zur Reduktion von Emissionen.

AKTUELLES

August 2020: Wir starten in die Pilotphase

Gemeinsam mit rund 70 landwirtschaftlichen Betrieben und unseren Projektpartner, darunter u.a. die Bohlsener Mühle und die Stadt Pfaffenhofen, starten wir in die Pilotphase des Projektes Boden. Klima. Ziel der  Zusammenarbeit ist es, das Boden.Klima-System zur Analyse der Klima- und Humusbilanz und zur klimafreundlichen Betriebsentwicklung zu testen und zu optimieren.

Bei Interesse an unserem Projekt Boden.Klima wenden Sie sich gerne an Johanna Zellfelder.

NUTZEN UND SCHÜTZEN – Moderne Landwirtschaft und Biodiversität verbinden

Darum geht es

Die Landwirtschaft prägt seit Jahrhunderten unsere Kulturlandschaft und ist seither an der Entstehung der Landschafts- und Artenvielfalt beteiligt. Insbesondere der Beginn der agrarischen Intensivierung in den 50er Jahren und das Verschwinden extensiv genutzter Agrarökosysteme, führte jedoch zu einem signifikanten Rückgang der Vielfalt an Kultur- und Wildarten. Ein Drittel aller Ackerwildkräuter steht heute auf der Roten-Liste der gefährdeten Pflanzenarten. Auch bei typischen Vogelarten und Insekten ist die Situation dramatisch. Die Verantwortung hierfür ist keinesfalls allein bei den Landwirt*innen zu suchen, die sich in der Art ihrer Bewirtschaftung an wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen orientieren und aufgrund niedriger Lebensmittelpreise häufig über einen begrenzten Handlungsspielraum verfügen.

Erfahrungen aus der Beratung zeigen zugleich, dass der Wissensstand zur Relevanz der Biodiversität und den praktischen Möglichkeiten des Artenschutzes, in vielen landwirtschaftlichen Betrieben niedrig bzw. nicht mehr aktuell ist. Auch Optionen und Ansatzpunkte, wie moderne Landwirtschaft und Artenschutz kombiniert werden können, sind kaum bekannt. Dabei ist die Landwirtschaft selbst negativ vom Artenschwund betroffen. Beispiele sind die zurückgehende Leistung von Blütenbestäubern, das Fehlen natürlicher Gegenspielern in der Schädlingsbekämpfung oder der Rückgang von Organismen, die zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit beitragen.

Unser Engagement

Um die Artenvielfalt wieder in unsere Kulturlandschaft zurückzuholen und die Resilienz der Ökosysteme zu stärken, plant die Bioland Stiftung ab dem Jahr 2021 ein umfassendes und dauerhaft angelegtes Förder- und Weiterbildungsprojekt. Wir sind überzeugt, dass der massive Rückgang der Biodiversität gestoppt werden kann, wenn in der alltäglichen landwirtschaftlichen Praxis Raum für Vielfalt geschaffen und zugleich betriebswirtschaftliche Interessen berücksichtigt werden. Dem Prinzip „Naturschutz durch Nutzung“ folgend, umfasst das geplante Angebot praxisnahe und bundesweit angebotene Weiterbildungen für landwirtschaftliche Berufsgruppen sowie einen Förderfonds für die Umsetzung langfristig wirksamer Maßnahmen auf den Höfen. Mit der Ausbildung von „Biodiversitäts-Multiplikatoren“ unterstützen wir engagierte Landwirtinnen und Landwirte, Berufskolleg*innen dafür zu begeistern, die natürliche Vielfalt auf ihren Betrieben zu stärken.

Unser Ziel ist es …

Artenvielfalt in der täglichen landwirtschaftlichen Praxis zu integrieren.

praxisnahes Wissen zu vermitteln, damit Landwirt*innen und Berater*innen selbstständig individuelle Strategien entwickeln können.

Landwirt*innen zu unterstützen, ihr Wissen und ihre Begeisterung für die Artenvielat als Multiplikatoren an Berufskolleg*innen zu vermitteln.

innovative und langfristig wirksame Naturschutz-Maßnahmen auf Betrieben zu fördern.

AKTUELLES

Spender*Innen als Wegbereiter für Projektstart 2021 gesucht

2021 wollen wir mit unserem Projekt für die Artenvielfalt starten. Für die Entwicklung und Organisation der geplanten Weiterbildungsangebote sowie die Einrichtung eines Förderfonds für Förderung innvovative Maßnahmen, sind wir jetzt auf der Suche nach engagierten Persönlichkeiten, die diese Initiative gemeinsam mit uns auf den Weg bringen.

Bei Interesse an unserer Initiative für die Artenvielfalt wenden Sie sich gerne an Johanna Zellfelder.

Förderung von Projekten

Die Bioland Stiftung fördert wegweisende Projekte, die zu einer ganzheitlichen Weiterentwicklung der Land- und Lebensmittelwirtschaft beitragen.

Initiativen und Projekte in gemeinnütziger Trägerschaft können bei der Bioland Stiftung Fördermittel für die Durchführung zeitlich begrenzter Projekte beantragen. Wir unterstützen Vorhaben im Bereich

  • Erziehung, Volks- und Berufsbildung
  • Naturschutz und Landschaftspflege
  • Tierschutz
  • Verbraucherberatung und Verbraucherschutz
  • Weiterentwicklung der Methoden des ökologischen Landbaus
  • Tier- und Pflanzenzucht im Sinne einer artgerechten und nachhaltigen Tier- und Pflanzennutzung
  • wissenschaftliche Untersuchungen und Forschungen

Förderanträge und Förderrichtlinie

Für die Unterstützung Ihres Projektes benötigen wir  einen Förderantrag.
Bitte beachten Sie, dass ausschließlich Anträge bearbeitet werden können, welche den Anforderungen der Förderrichtlinie genügen.

Diese sind:

  • Vollständig ausgefüllter Förderantrag mit Datum und rechtsverbindlicher Unterschrift des Antragstellers
  • Schriftlicher Bericht über das geplante Projekt
  • Finanzierungskonzept für das Projekt
  • Aktueller Freistellungsbescheid (gilt nur für Körperschaften)

Das Förderantragsformular und unsere Förderrichtlinie hier:

Förderantrag- & Richtlinie