ÖKOLOGISCHE TIERHALTUNG DER ZUKUNFT GESTALTEN

Mit welcher Rechtfertigung halten Bauern in Zukunft noch Schweine und Mastrinder, wenn Kunstfleisch in Zukunft aus Zellkulturen herstellbar ist? Nur wenn wir unsere Haltungssysteme in punkto Tierwohl und Nachhaltigkeit konsequent weiterentwickeln und dies auch vermitteln können, werden bewusste Verbraucher auch in Zukunft mit gutem Gefühl ihren Sonntagsbraten genießen, Joghurt aufs Müsli geben oder sich ein Frühstücksei gönnen. Hier haben wir noch viel Forschungs- und Entwicklungsbedarf.

Die Bioland Stiftung initiiert und fördert innovative Maßnahmen im Bereich der ökologischen Tierhaltung und Tierzucht, die über die heutige Praxis deutlich hinausgehen.

Entwicklung und Weiterentwicklung von Haltungssystemen, die sich noch mehr am Wesen und den Bedürfnissen unserer Nutztiere ausrichten.

Zum Beispiel nachhaltige Aufzucht- und Mastverfahren für männliche Küken.

Zum Beispiel muttergebundene Kälberaufzucht in der Milchviehhaltung.

Zum Beispiel Verbesserung der Aufzucht und Nutzung der männlichen Milchziegen und Milchschaflämmer.

Zum Beispiel Verarbeitungs- und Vermarktungskonzepte für Tiere und ihre Erzeugnisse, die der Pflege ökologisch wertvoller Naturschutzflächen dienen.

Entwicklung und Verbreitung von ökologischen Züchtungsinitiativen, die auf Vitalität und Tiergesundheit – gerade unter ökologischen Haltungs- und Fütterungsbedingungen – abzielen.

Z.B. Förderung der Ökologischen Tierzucht gGmbH, die das Ökohuhn von morgen züchtet und dafür sorgt, dass die Geflügelzucht kein Monopol weniger Weltkonzerne bleibt und ausschließlich auf industrielle Haltung ausgerichtet wird.

Maßnahmen in Bildung, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit, welche den o.g. Zielen in besonderem Maße Rechnung tragen.